Streit um des Kaisers Bart?

Streit um des Kaisers Bart?

Bei den Vorbereitungen zur Kommunalwahl hat die SPD entschieden, ihre Verbundenheit mit der Stadt durch die Einbeziehung des Stadtwappens in ihren Publikationen zu zeigen. Wir und andere hatten dieses Wappen schon früher quasi als Wiedererkennungsfaktor einbezogen. Der Kreistagskandidat der CDU in Marne hatte wohl  ähnliche Gedanken und hat sich mit dem Kreiswappen für die Plakate zur Kreistagswahl ablichten lassen. Die Plakate sind im Stadtgebiet und darüber hinaus zu besichtigen.

Vorsichtshalber informierten wir den Bürgermeister über unsere Absichten gingen fest davon aus, dass dieses eine Formalie wäre und wir selbstverständlich das Einverständnis, wenigstens aber kein Veto bekommen würden. Umso überraschter waren wir über die Mitteilung, dass der Bürgermeister nicht entscheiden wollte. Er schob den schwarzen Peter der Verwaltung zu. Da die Verwaltungsleitung für ein paar Tage nicht im Hause war und wir auf eine Entscheidung drängten, schalteten Mitarbeiter der Verwaltung die Kommunalaufsicht ein. Die sah sich aber als nicht zuständig an. Denn dieser Vorgang ist in der Hauptsatzung der Stadt geregelt. Nach § 1 Abs. 4 der Hauptsatzung der Stadt Marne ist eine Entscheidung durch den Bürgermeister zu treffen. Da der sich uns gegenüber in Schweigen hüllte, zogen wir unseren Antrag zurück und gestalteten unsere Plakate neu.

Der Bürgermeister spricht von Neutralität und das Einbeziehen von Hoheitsabzeichen in den Kommunalwahlkampf. Wie er aber die Nutzung des Hoheitszeichens des Kreises Dithmarschen von seinem Parteifreund sieht, hat er uns nicht verraten. Wir können mit der neuen Situation leben, erinnern uns aber an das alten Sprichwort: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!“

 Dieses kleine Stadtemblem war der Stein des Anstoßes!