Marner Hundehalter/innen wünschen sich ein Freilaufplatz!

In vielen Städten und Gemeinden ist es schon lange kein Wunsch mehr, sondern Wirklichkeit: ein Freilaufplatz für Hunde. Doch wenn die Marner Hunde einmal mit ihren Artgenossen toben wollen oder wenn mit Hunden im Freilauf geübt werden soll, müssen alle Beteiligten in Autos steigen und in eine der Nachbargemeinden fahren.

Hundefreilaufplatz Friedrichskoog

Es liegt jetzt schon eine Reihe von Jahren zurück, als Hundebesitzer zum ersten Mal mit der Bitte um einen „Hundeplatz“ an die Stadt herangetreten sind. Damals gab es aus einem Teil der Stadtvertreter vorsichtige positive Signale, die nach der ersten internen Diskussion aber wieder verschwanden.

Bisher haben sich die Hundehalter sehr zurückhaltend gezeigt und ihre Bitte immer wieder verschiedenen Stadtvertretern vorgetragen. Ein engagierter Hundehalter, der auch in der Feuerwehr aktiv ist, konnte sein Anliegen zwar vortragen, er wurde dann aber mit fadenscheinigen Argumenten abgewiesen. Und das, obwohl er für die Finanzierung weitgehend auf Mittel der Stadt hätte verzichten können.

Heute wollen wir den Hundehaltern eine Stimme in der KIEK RIN  geben. Hundehalter sind die einzigen Tierhalter, die für ihre Freunde Steuern bezahlen müssen. Und weil sich einige Hundehalter nicht benehmen können und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere als Tretminen liegen lassen, müssen sich alle auch noch beschimpfen lassen.

Aber die meisten Hundebesitzer wissen, was sich gehört. Sie akzeptieren auch, dass Hunde an der Leine zu führen sind, obwohl ihre Tiere gerne einmal freien Auslauf hätten. Doch das ist bisher in Marne nicht möglich. Dabei ist es so einfach einen Hundeplatz zur Verfügung zu stellen und die Voraussetzungen für einen Freilaufplatz zu schaffen.

Der Stöfenpark, der jetzt ja vor einer großen Sanierung steht, bietet so viel Platz, dass eine Fläche für die Vierbeiner übrig sein sollte. Die Stadt könnte auch einen Teil der ungenutzten Wiese an der Dr. Meyer-straße / Voigtsweg einzäunen, vielleicht noch einen paar Bänke und einen Windschutz aufstellen. Wenn dann auch  Kotbeutelspender und  Müllkörbe bereitgestellt würden, müsste man sich über die hygienischen Bedingungen wenig Sorgen machen, denn Hundehalter, die einen solchen Platz aufsuchen, wissen, was sich gehört, und werden im eigenen Interesse den Nachlässigen auf die Sprünge helfen.

Wir haben dazu im Netz recherchiert und fast keine negativen, aber sehr viele positive Nachrichten gefunden. Die „Rhein – Neckar – Zeitung“ spricht sogar von einem Erfolgsmodell der Hundewiesen. Über eine solche in Ketsch äußern sich die Besucher nur positiv. Auch Bürgermeister Jürgen Kappenstein ist zufrieden. Und die wenigen, die Regeln nicht beachten wollen, müssten eben erzogen werden. „Wir schrecken nicht davor zurück, Vorfälle zur Anzeige zu bringen“, stellt der Bürgermeister klar. Die Maßnahmen zahlten sich aus, zeigt sich Kappenstein zufrieden über seine „Hundepolitik“. „Ich kann nur jedem Bürgermeisterkollegen empfehlen, sich in diesem Bereich zu engagieren – das bringt ein bisschen Frieden in den Ort.“

Vielleicht können auch die Marner Hundehalter bald ihre Lieben in Marne herumtollen lassen und müssen nicht mehr auf andere Gemeinden ausweichen.

Wir wollen eine Initiative für die Einrichtung eines Freilaufplatzes ins Leben rufen. Wenn Sie diese Initiative unterstützen schreiben Sie uns oder wenden Sie sich an Herrn Ingo Thomsen, der schon mehrfach bei der Stadt vorstellig geworden ist. (ingo-thomsen@T-online.de oder moeller.hans-joachim@online.de oder info@spd-ov-marne.de). Wir werden Ihre Eingaben sammeln und an die Stadtvertretung weiter leiten. Die Erklärungen des Bürgermeisters während der letzten Stadtvertretersitzung am 25. April 2018 waren nicht schlüssig. Eine weitere Ablehnung oder weitere Verschiebung einer Entscheidung muss wenigstens mit überzeugenden Argumenten belegt werden.